Norbert Wiener, Begründer der Kybernetik und damit wegweisender Denker für künstliche Intelligenz, ist während einer Vortragsreise in Stockholm zusammengebrochen. Während die Perspektive höher und höher steigt und über die Straßen Stockholms fliegt, hört man eine traumhafte Selbstreflektion von Wieners Gedanken und Theorien.
Wieners Monolog besteht aus Originalaufnahmen seiner Vorträge und einem spekulativen Text, gesprochen von einer KI-generierten Approximation seiner Stimme. Erinnerungen an seine Kindheit sind mit seinen Theorien verwoben: Wie das Nervensystem wie ein Rechenapparat funktioniert, wie Identität ein Muster potenziell reproduzierbarer Informationen ist, wie Maschinen lernen können.

Im Laufe des Films verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine. Wer spricht? Ist es Wiener oder seine Reproduktion? Wer hat die Handlungsmacht? Ist es der Schöpfer einer Theorie oder die Theorie selbst?
Die Filmmusik wurde von CM von Hausswolff aus Aufnahmen von Wieners Stimme generiert. Im Rahmen der Recherche wurde ein „Deathbot“ von Norbert Wiener entwickelt, eine KI, die anhand von Daten Verstorbener trainiert wurde. Dieses Experiment ermöglichte eine personalisierte Auseinandersetzung mit Wieners Theorien im Kontext aktueller technologischer Entwicklungen und prägte den Film sowohl thematisch als auch ästhetisch.

Der Film wurde vom Bildmuseet, Universität Umeå in Kommission gegeben mit Unterstützung der Jacob-Wallenberg-Stiftung. Weitere Unterstützung kam von Werkleitz. Die Entwicklung wurde von UmArts und TAIGA an der Universität Umeå sowie vom Land Steiermark gefördert.