Ich kann mich nicht beherrschen

Video (1 min 35 sec), 2018

  1. Ich kann mich nicht beherrschen beinhaltet gleichzeitig die Fantasie von und die Angst vor Kontrollverlust. Die Videoarbeit zeigt, wie sich die Hände von meinem Körper ablösen und selbst agieren. Meine Reaktion ist nicht klar abzulesen — Erregung oder Unbehagen?

    Auf den ersten Blick mag das Video wie eine gelungene Illusion wirken, jedoch zerbricht sie beim genaueren Hinsehen, und die holprigen Bewegungen der Hände, die Bild für Bild ausgeschnitten und montiert wurden, werden offenbar.

    Diese inhaltliche und ästhetische Ambivalenz ist ein Resultat aus der Beschäftigung mit dem eigenen Körper und männlicher Sexualität jenseits von Stereotypen: Was macht mein Körper? Was macht meinen Körper aus?

  2. Ich kann mich nicht beherrschen (I can't control myself) includes both the fantasy of and the fear of losing control. The video work shows how the hands detach themselves from my body and act themselves. My reaction is not clearly readable - excitement or discomfort?

    At first glance, the video may seem like a successful illusion, but on closer inspection it shatters, and the bumpy movements of the hands, cut out and mounted frame by frame, become apparent.

    This ambivalence in terms of content and aesthetics is a result of dealing with one's own body and male sexuality beyond stereotypes: What is my body doing? What makes up my body?