I am not your interface

Installation, 2018

Zeno Gries, I am not your interface
Zeno Gries, I am not your interface
  1. Im Ausstellungsraum sind mehrere animatronische Hände verteilt. Diese liegen auf dem Boden mit der Handfläche nach oben, während sich der Zeigefinger immer wieder leicht krümmt als Andeutung der auffordernden Geste „Komm her“.

    Berührt man eine Handfläche, krümmen sich nun alle Finger und die Hand greift zu. Lässt man die Handfläche los, verharrt die Hand kurz in der Berührung, bis sie sich langsam wieder öffnet.

    In manchen Augenblicken wirken die Bewegungen annähernd natürlich, so wie auch die Reaktion auf Berührung, in anderen Momenten zerbricht diese Illusion völlig. Auf dem Silikon ist jede Falte, Pore und Ader erkennbar und lediglich die Farbe unterscheidet sie von einer echten Hand. Ändert man die Perspektive allerdings leicht, kann man die Mechanik und Elektronik, die die Hand bewegt, sofort erkennen.

    Die Hände wirken gleichzeitig belebt und unbelebt, menschlich und unheimlich. Sie sind Doppelgänger der Hände des Künstlers, aber auch Werkzeuge, die einen direkten, haptischen, sogar intimen und ebenbürtigen Kontakt zum Kunstwerk ermöglichen: Man fühlt nicht nur das Kunstwerk, das Kunstwerk fühlt auch zurück.

  2. Several animatronic hands are distributed in the exhibition room. They lie on the floor with the palm facing upwards, while the index finger is repeatedly bent slightly to indicate the inviting gesture 'come here'.

    If you touch a palm of your hand, all fingers bend and the hand grabs yours. If you let go of the palm, the hand stays in touch for a short time until it slowly opens again.

    In some moments the movements seem almost natural, as does the reaction to touch, in other moments this illusion is completely shattered. Every wrinkle, pore and vein is visible on the silicone and only the colour distinguishes it from a real hand. But if you change the perspective slightly, you can immediately recognize the mechanics and electronics that move the hand.

    The hands seem animated and inanimate, human and eerie at the same time. They are doubles of the artist's hands, but they are also tools that enable a direct, haptic, even intimate and equal contact with the work of art: One not only feels the work of art, the work of art feels back.

Ausgestellt bei / exhibited at

  • 2020 Preis der Darmstädter Sezession, Designhaus, Darmstadt
  • 2018 I AM (NOT) YOUR TOOL, Kunstraum 53, Hildesheim